Mein Erlebnis mit den Fuchsbabies  

Eigentlich begann es als eine ganz besondere, wunderschöne Begebenheit.  Wir hatten bereits mehrere Fuchsbauten ausfindig gemacht, aber immer waren sie nach kurzer Zeit verwaist. Sonderbar! Normalerweise ist es schon mal der Fall, dass die Fähe die Jungen zu einem anderen Bau bringt, aber der ist dann nicht allzu weit entfernt. Wir waren auch mit einem befreundeten Fotografen unterwegs, der uns einen Bau zeigen wollte, wo er bereits fantastische Bilder hatte machen können.  Aber dort fanden wir zwei tote Babys vor dem Bau und die restlichen drei waren vermutlich tot im Bau verblieben.  Wir fanden einen überfahrenen Fuchs - keine Fähe, sondern einen Rüden. Wir trafen unseren Jäger. Den sprach ich direkt auf die Füchse an. Es würden nur so viele Füchse wie nötig "der Natur entnommen", denn man brauche sie ja als Mausjäger, sagte er.  Später erzählte er von einem leeren Bau - die Jungen wären wohl verhungert, weil die Mutter überfahren wurde.  Es war der Rüde, der überfahren wurde und der versorgt die Jungen nicht. 
Dann lief uns Mini über den Weg. Wirklich ein Winzling, rannte er auf einem Feldweg herum und sprang dann in den Graben. Ein weiterer Fuchsbau war dort - viel zu nah am Weg - in einem Graben. Drei Junge waren in den Bewässerungsröhren und der Mini lag meist vor dem Bau. Er war wohl nicht so stark und bekam nur wenig Futter ab und durfte nicht mit hinein. Wenn er nicht vor dem Bau lag, war er in eine benachbarte Röhre gekrochen. Wir freundeten uns irgendwie an ... so kann man es wohl sagen. 

Überglücklich waren wir häufig dort und die Fuchskinder ließen uns immer näher an den Bau heran.  Der Mini aber begann sich anzunähern.

Hier schnuppert er an dem Platz, wo ich gesessen hatte ... eine Handvoll Füchschen, einfach zu süß. 

Mini liegt vor der Nebenröhre. Er war der kleinste und schwächste von allen, dafür aber auch der mutigste! 

Eines der größeren Geschwister begann sich um den Kleinen zu kümmern, das war wunderbar und so schön anzusehen. 

Auch dieses Füchslein schaute mal nach, was für "Dinger" dort in der Nähe des Grabens waren und kam recht nah. 

Mini hatte Zutrauen gefunden und das war gar nicht gut, denn die Füchse müssen die Angst vor dem Menschen behalten. Er ist der größte Feind!

Hier schaut er uns hinterher, der Lütte. 
Mittlerweile hatten viele Leute aus dem Dorf die Füchse bemerkt und kamen ebenfalls mit Kameras vorbei oder standen mit ihren Fahrrädern dort. 

Dann kam der regnerische Sonntag, an dem der Jäger mit seinem Auto am Bau gesehen wurde. Danach waren alle Füchslein verschwunden. 
Der Natur entnommen. Getötet, bevor sie überhaupt leben durften.

Ich verstehe nicht, warum Füchse nicht einmal eine Schonzeit haben. Jungtiere dürfen IMMER getötet werden. Und es ist ja viel einfacher, gleich den ganzen Wurf zu töten, als einen erwachsenen Fuchs.

Mini zu meinen Füßen. Ich werde Dich nicht vergessen. 

»Lebe wohl«, sagte der Fuchs.»Hier ist mein Geheimnis. Es ist sehr einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«